Post

CERP

Der CERP gehört zur CEPT (Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation). Der Europäische Ausschuss für Regulierung Post (CERP) besteht aus Vertretern der Postregulierungsbehörden der Mitgliedsstaaten der Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation (CEPT), d.h. insgesamt 46 Ländern.

ERGP

Da die Postmärkte in ganz Europa nun liberalisiert sind, ist eine Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen unabhängigen nationalen Regulierungsbehörden noch wichtiger. Um die besten Regulierungsverfahren zu entwickeln, wird die Gruppe europäischer Regulierungsbehörden für Postdienste (ERPG) Teil eines internen Postmarktes und spielt sie eine treibende Rolle, so dass der europäische Bürger tatsächlich eine Wahl hat, Ergebnis eines Wettbewerbsmarktes, was sich auch positiv auf Innovationen im Bereich der sich rasch verändernden Postsendungen auswirken wird. Die ERPG wird die besten Regulierungsverfahren für ganz Europa identifizieren und die Europäische Kommission als Experte im Postbereich unterstützen.

WPV

Der Weltpostverein (WPV), mit Hauptsitz in Bern (in der Schweiz), wurde 1874 gegründet. Seit 1948 hat der Weltpostverein den Status einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er zählt derzeit 191 Mitglieder. 

Ende des 19. Jahrhunderts zwang die Entwicklung der internationalen Post die Postbetreiber, bilaterale Abkommen zu schließen, die angesichts ihrer Zahl schnell nicht mehr zu bewältigen waren. Eines der ersten Ziele der Union war die Schaffung eines einheitlichen Postgebiets. Nach dem Berner Vertrag von 1874 sind alle Vertragsparteien der Verträge des WPV, nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit, dazu verpflichtet, den Austausch von Briefsendungen unter Wahrung der Transitfreiheit zu gewährleisten und Postsendungen aus anderen Territorien und die durch ihr Land als eigene Postsendungen transitieren, ohne Unterschied zu behandeln.

Der Mehrwert des Weltpostvereins bestand darin, ein einziges, multilaterales Abkommen zu schaffen, zur Gewährleistung einheitlicher Regeln für die Zustellung internationaler Postsendungen. 

Vor 1969 behielt der Betreiber des Ursprunglandes alle Einnahmen aus Portokosten, während der Betreiber im Empfängerland nichts erhielt, obwohl er die Post an den endgültigen Empfänger weiterleitete. Die Philosophie war, dass jeder Brief eine Antwort erzeugte.

Seit 1969 bezahlt der benannte Betreiber, der ursprünglich die Briefsendung versandt hat, den benannten Bestimmungsbetreiber für seine Verarbeitung und seine Zustellung. Das Vergütungssystem ist unter dem Begriff „Endvergütungssystem“ bekannt. Es handelt sich um bedeutende Einnahmen für die Mitgliedsländer des WPV. Das System entwickelt sich von einem Weltpostkongress zum nächsten. Am Weltkongress 2004 in Bukarest votierten die Mitgliedstaaten für ein System, mit dem die effektiven Postbearbeitungskosten abgedeckt werden sollen. Außerdem wurde beschlossen, die Höhe der zustehenden Entschädigung von der Qualität der erbrachten Dienstleistungen abhängig zu machen. Der Genfer Kongress 2008 stellte Regeln auf, anhand derer die Entwicklungsländer und die am wenigsten entwickelten Länder, ein Zielsystem, das bereits die Industrieländer umfasst, erreichen können. 

Der WPV behält immer noch seinen Mehrwert: Internetnutzer sind regelmäßig von Betrugsrisiken betroffen. Betrüger kombinieren auch Internet und Post. Der WPV arbeitet mit allen beteiligten Parteien, einschließlich des BIPT, zusammen, um die breite Öffentlichkeit auf diese Arten von Betrügereien aufmerksam zu machen.

Durch seine Genossenschaften (Telematik-Genossenschaft) entwickelt der WPV Software und Technologieanwendungen für die Mitgliedsländer, zur Gewährleistung effizienter Dienstleistungen in einem Wettbewerbsumfeld:

·      Post*Net

Das weltumspannende elektronische Postverkehrsnetz ermöglicht es Postbetreibern weltweit, standardisierte EDI-Nachrichten auszutauschen. Das POST*Net-Netz bietet Überwachungsdienste und ein integriertes Warnsystem für Anomalien, ein Tracking- und Lokalisierungssystem, eine Postvergütung und eine Rechnungsstellung und bietet eine kostenbasierte Preisgestaltung, die dem Entwicklungsstand des betroffenen Landes entspricht.

·      IPS, International Postal System

Eine integrierte Anwendung für die Verwaltung internationaler Postsendungen, die die End-to-End-Verfolgung von Sendungen, Transportgefäßen und Nachrichten sowie die automatisierte Postverarbeitung und EDI-Nachrichten gewährleistet.

·      IFS, International Financial System

Eine Softwareanwendung für internationale Geldanweisungsdienste. Von der standardisierten internationalen Rechnungsstellung zur Verwaltung und Bewertung der Qualitätskontrolle anhand einer modernsten Datenverschlüsselungstechnologie auf der Grundlage eines eigenen Systems mit öffentlichen Schlüsseln werden alle Phasen der Verarbeitung internationaler Geldanweisungen über EDI abgedeckt. “ (Website WPV) 
 

Der WPV besteht aus vier Organen:

Der Weltpostkongress

Der Weltpostkongress ist die höchste Instanz des WPV. Er wird alle vier Jahre organisiert und bringt die Bevollmächtigte aus allen Mitgliedstaaten zusammen. Der 25. Kongress findet vom 24. September bis 15. Oktober 2012 in der Hauptstadt von Katar, Doha, statt.

Seine Hauptaufgaben sind legislativer und strategischer Natur. Er wählt den Generaldirektor und den stellvertretenden Generaldirektor sowie die Mitglieder des Verwaltungsrats und des RPB. Die oberste Behörde legt die Obergrenze des Haushaltsplans für die nächsten vier Jahre fest.

Der Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat, der aus 41 Mitgliedsländern besteht, tritt jährlich am Hauptsitz des WPV in Bern zusammen. Er gewährleistet die Kontinuität der Arbeit des Weltpostvereins zwischen den Kongressen, überwacht die Aktivitäten der Union und untersucht regulatorische, administrative, legislative und rechtliche Fragen. Er genehmigt der Haushalt und die Rechnung.

Der Rat für Postbetrieb

Der Rat für Postbetrieb ist das WPV-Gremium, das für technische und betriebliche Angelegenheiten zuständig ist. Er umfasst 40 Mitgliedsländer, die auf dem Kongress gewählt wurden. Er wählt seinen Vorsitzenden und tritt jährlich am Hauptsitz des WPV in Bern zusammen.

Das Arbeitsprogramm des RPB stützt sich auf Mitteln, um die Postunternehmen dabei zu helfen, ihre Produkte und Dienstleistungen zu modernisieren und zu verfeinern. Mitglieder debattieren über betriebliche, wirtschaftliche und geschäftliche Aspekte der Postaktivitäten. Der RPB gibt auch Empfehlungen ab an die Mitgliedsstaaten zu Standards in den technologischen Prozessen und solchen, wo einheitliche Anwendungen erforderlich sind.

Der Rat für Postbetrieb befasst sich mit den technischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Aspekten der Postaktivitäten. Nach jedem Kongress überprüft er die Vorschriften entsprechend den getroffenen Entscheidungen und fördert er neue Postprodukte, nach der Sammlung, der Analyse und der Verbreitung von Erfahrungen aus den Mitgliedsländern. Wenn eine neue Technologie oder Methode auftaucht, gibt er Empfehlungen ab an die Mitgliedsländer, insbesondere wenn Einheitlichkeit erforderlich ist.

Das Internationale Büro

Das Internationale Büro, das 150 Mitarbeiter zählt, sorgt für den täglichen Betrieb des WPV.